10 Erfolgsgeheimnisse von ‚Bibis Beauty Palace‘

In den vergangenen Semesterferien hatte ich das Vergnügen, eine Hausarbeit (siehe auch: Katos ultimativer Hausarbeiten-Guide) zu einer film-wissenschaftlichen Vorlesung zu schreiben.

Meine Wahl fiel auf die YouTuberin Bianca ‚Bibi‘ Heinicke, die mit ihrem Kanal Bibis Beauty Palace den Titel der erfolgreichsten weiblichen deutschen YouTuberin inne hat. Speziell ging es um die Entwicklung von parasozialen Beziehungen (PSB) anhand des exemplarisch ausgewählten Videos „10 ARTEN wie man nicht KÜSSEN sollte + Outtakes & VERLOSUNG!“, in dem Bibi und ihr Freund Julian zusammen Sketche aufführen. Es wurde vor rund drei Monaten hochgeladen und seitdem über zweieinhalb Millionen Mal angeklickt.

Das Schreiben der Arbeit hat leider etwas länger gedauert, da ich das Gefühl hatte, das knapp achtminütige Video nicht öfter als drei Mal hintereinander ansehen zu können, ohne dass ein Teil meiner Gehirnzellen Seppuku begeht. Jetzt, mit ein paar Wochen Pause seit dem Abgabetermin, möchte ich ein paar der Beobachtungen und Erkenntnisse hier im Blog aufdröseln.

Um diese nachvollziehen zu können, guckt ihr euch das Video idealerweise jetzt an. (Für eventuell auftretende Kopfschmerzen übernehme ich keine Haftung!)

Die Abonnentenzahl des Kanals „Bibis Beauty Palace“ kratzt mittlerweile an der 2-Millionen-Marke*, dazu kommen zahlreiche Follower auf allen möglichen Social-Media-Kanälen. (*Stand vom 27. Mai 2015: 1.954.452) Bibis Mix aus Make-Up/Beauty-Inhalten und Sketchen kommt offenbar gut an. In einigen Videos tritt ihr Partner Julian Claßen auf, der unter dem Pseudonym Julienco ebenfalls einen YouTube-Kanal betreibt.

Im Folgenden habe ich versucht, anhand dieses Videos die 10 Erfolgsgeheimnisse zu entschlüsseln, die Bibis Kanal boomen (und die Kasse klingeln) lassen:

1. du, dir, euch – die vierte Wand

Stellt euch vor, ihr sitzt in einem Theater und beobachtet die SchauspielerInnen vorne auf der Bühne. Die Bühne ist ja an den Seitenwänden sowie an der Rückwand durch drei Wände begrenzt, nicht wahr? Zusätzlich gibt es noch eine vierte, durchsichtige Wand, die die SchauspielerInnen und die Geschichte auf der Bühne von den ZuschauerInnen auf den Sitzplätzen trennt. Normalerweise interagieren die SchaupielerInnen ja nur miteinander und bleiben in ihrem (von den vier Wänden begrenzten) Raum.

Gelegentlich wird diese vierte Wand durchbrochen und die Schauspieler wenden sich direkt ans Publikum. Dieses Stilmittel gibt es nicht nur beim Theater, sondern auch beim Fernsehen (vgl. Auter 1991, 1992) und natürlich auch bei YouTube-Videos beziehungsweise Vlogs. Hier ist es eher die Regel als die Ausnahme. In vielen (oder den meisten?) Videos sitzt eine Person frontal vor der Kamera und spricht „mit“ ihr (vgl. Frobenius, 2014 zur Monologgestaltung in Vlogs).

Auch Bibi nutzt dieses Mittel gern und häufig. Sie begrüßt ihre ZuschauerInnen („Hallihallo meine Lieben“ ganz am Anfang) und adressiert sie direkt mit „du“ oder „ihr“ (00:08). Auch innerhalb eines Sketches sucht sie Blickkontakt mit der Kamera (z.B. 00:48) und damit dem Publikum. Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass dieses Durchbrechen der vierten Wand (bei TV-Personen) eine andere bzw. stärkere Wirkung auf das Publikum hat. (Vgl. z.B. Auter 1991, 1992)

2. Den Nerv der Teens treffen

Es ist bekannt, dass Teenager den größten Teil von Bibis Fanbase (und der vieler anderer YouTuber) bilden. Es ist ebenso bekannt, dass Teenagern Generation für Generation die gleichen Probleme und Fragen unter den Nägeln brennen: Wie lerne ich meinen Schwarm kennen? Ist es normal, dass meine Brüste asymmetrisch sind? etc. Jahrzehntelang wurde die Position des Ratgebers und Fragen-Beantworters entweder vom älteren Bruder, der frühreifen besten Freundin oder der Bravo („Dr. Sommer“) ausgefüllt. Mittlerweile können derartige Probleme einfach gegoogelt werden – oder aber man orientiert sich an pseudo-greifbaren Vorbildern wie Bibi.

In diesem Video geht es ums Küssen – ein Thema, das wohl für jeden Teenager relevant ist – und verspricht dabei, „Kuss-Fehler“ zu vermeiden. Gerüchte über eine blamable Rumknutsch-Session mit viel Zunge und Spucke, aber wenig Gefühl gehören mit Sicherheit zu den Horrorszenarien aller Jugendlichen. Der Titel (beziehungsweise der erste Teil davon) ist daher quasi schon ein Garant für Klicks.

3. Nähe & Intimität zeigen

Das Kuss-Thema ist nicht nur deshalb interessant, weil es die Jugendlichen selbst betrifft – natürlich sorgt die voyeuristische Neugierde auch dafür, dass der geneigte Fan Bibi beim Knutschen zusehen will. (Bibi und Julian sind nicht das einzige YouTube-Paar, das seine Beziehung über Social Media öffentlich zelebriert. Auch DagiBee & LionT und diverse andere fahren mit dieser Strategie gut.) Öffentliche Liebesbekundungen, Zeichen von Intimität & Alltags-Romantik wirken nun einmal viel sympathischer als die „kein-Kommentar„-Politik klassischer Hollywoodstars.

Das in diesem Zusammenhang viel genutzte Stichwort lautet: Authentizität! (vgl. auch Tolson 2010; Klein, 2014)

4. Sich auch mal voll zum Affen machen

Bibi zeigt in diesem (und anderen) Video(s) nicht nur ihren Freund, sondern auch ihre Wohnung und vor allem: sich selbst. In unvorteilhaften Posen oder Verkleidungen.

Die Komik in diesen Videos entsteht durch die verschiedenen Rollen, in die Bibi und Julian schlüpfen. In den Sketchen sind sie Rentner (ab 02:23), Smartphone-Süchtige (00:25) oder Assis (02:49).  Die Plots sind simpel, so etwa im Sketch „Der Stinker“: Die Protagonistin kündigt den Besuch ihres Freundes Thaddäus an, den sie aus unerfindlichen Gründen jedoch nicht küssen will. Also verdrückt sie schnell eine Zwiebel und als das Herzblatt dann auf dem grauen Ecksofa zum Annäherungsversuch ansetzt, wird er durch das Zwiebelaroma erfolgreich in die Flucht geschlagen. Bahnbrechend lustig. Nicht.

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Szene: „Der Stinker“ / alle Screenshots aus dem Video 10 ARTEN wie man nicht KÜSSEN sollte (…)“ von BibisBeautyPalace

Innovative Ideen? Fehlanzeige. Schauspielerisches Talent? Wenig. Aber man muss erstmal den Mut haben, sich als Mundgeruchgeplagte darzustellen oder Mentos und Cola im Mund zu mischen und diese, ähm, unvorteilhaften Szenen zu senden. (Sketch: Die Experimentierfreudigen, ab 00:49) In den Outtakes werden die „peinlichen“ Bilder nochmal explizit zeigt.

Bibi scheut sich nicht davor, „sich selbst auf die Schippe zu nehmen“, wie Eduard Klein es in seiner lesenswerten Analyse zum Phänomen Bibi formuliert. Der amateurhafte Charakter, die improvisierten Verkleidungen und Dialoge wirken plump, aber charmant. 

5. Gewalt ist auch (k)eine Lösung

Und wenn gar nichts geht? Dann besteht die Pointe einfach aus Gewalt:

Der Abgelenkte: Bibi schafft es nicht, Julians Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und schlägt ihn schließlich mit dem Sofakissen.

Die Labertasche: Julian will Bibi küssen, doch sie redet pausenlos. Er schlägt sie mit einer Flasche O-Saft

Der Oma Kuss: Opa Julian kann Oma Bibi aufgrund seiner Rückenprobleme nicht küssen, deshalb schlägt sie ihn mit ihrer Handtasche, bis er hinfällt.

Der Asi-Kuss: Die „Asis“ beleidigen sich und werden handgreiflich. Als Asi-Bibi verkündet, nun schwanger zu sein, versucht er, sie vom Bett zu schubsen. (Wtf?)

Der Aggressive: Name ist Programm… Er zieht sie an den Haaren, würgt sie, beleidigt sie, verfolgt sie und akzeptiert kein „Nein“. (Dieser „Sketch“ verdient eine Trigger-Warnung!)

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Szene: Der Aggressive

In vier von zehn acht Sketchen kommt Gewalt vor bzw. bildet die Pointe. Mal ganz ehrlich und subjektiv: ich finde diesen Einsatz von Gewalt als „humoristisches Element“ sehr bedenklich. Unabhängig davon, ob der Mann die Frau schlägt oder anders herum – fällt den beiden kein anderer Weg ein, wie man die Szene ‚lustig‘ beenden kann? Noch am ehesten vertretbar ist mMn der Plot der Rentner-Szene, da die ältere Frau, die sich mit ihrer Handtasche verteidigt, eine Art Running Gag in der Popkultur darstellt und auch in echt gelegentlich vorkommt.

Schlagen als Reaktion auf einen verweigerten Kuss geht aber gar nicht – und auch innerhalb eines vermeintlich witzigen Videos sollten Bibi und Julian mal über ihre enorme Reichweite und ihre Vorbildfunktion nachdenken. Nicht witzig.

"Der Aggresife (sic) ist so geil"
„Der Aggresife (sic) ist so geil“

6. Technisch nicht anspruchsvoll – Masse statt Klasse

Zu diesem Punkt möchte ich gar nicht viel schreiben, denn jeder, der schon mal eine Handvoll „Vlogs“ aus der deutschen „YouTube-Szene“ gesehen hat, wird es bemerkt haben: Auf technische Raffinesse wird bei dieser Art von Video nicht viel Wert gelegt. In der Regel finden sich nur wenige Kameraeinstellungen, kaum Stilmittel wie Zooms, Schwenks oder andere Effekte – weil die Videos oft allein mit Stativ und Selbstauslöser gedreht werden. Die einzelnen Takes schneiden sie dann schnell zusammen, hinterlegen ein bisschen Gedudel aus den YouTube Creative Tools und schon ist das Video fertig. 

Das erlaubt es den YouTubern, mehrmals pro Woche neue Videos zu publizieren, um nicht im Rauschen unterzugehen. Wer wochenlang an seinen Videos feilt und dementsprechend selten etwas publiziert, wird im Internet vergessen. Quantität statt Qualität. Solange eine große Zielgruppe auf die simplen Videos abfährt, geht die Strategie super auf.

7. Gewinnspiel & Product Placements

Ehemals als Netz-Hauptzentrale für lustige Katzenvideos bekannt, ist YouTube mittlerweile zum Konsumtempel geworden: Es wimmelt von Hauls, Unboxings, What I got for Christmas, Beautyboxen, Drogeriemarkt-Limited Editions, Make-Up-Routinen – halb selbst gekauft und halb von Firmen und PR-Agenturen gesponsert.

Letzteres entsprechend zu kennzeichnen wird oft vergessen – auch das ist nichts Neues. Wie viel Geld YouTuber allein durch Affiliate-Links einnehmen können, hat Jan Böhmermann Anfang des Jahres in seinem Eier aus Stahl-Video schön vorgerechnet:

Affiliate-Links zum verwendeten Equipment sind auch unter Bibis Kuss-Video vorhanden, auffällige Product Placements jedoch nicht. Naja, das Invisibobble-Haarband im Thumbnail, die Saftflasche aus dem ersten Sketch und der übliche Kram, der in Bibis IKEA-Expedit-Regal herum steht… Ah, Moment. Doch. Julian und Bibi kündigen im hinteren Teil des Videos eine Verlosung an: Zu gewinnen gibt es ein Smartphone und eine Spielekonsole, die natürlich auch in die Kamera gehalten werden. Man sieht die Banderole am Karton und erkennt den Namen und das Logo eines großen deutschen Elektronikhändlers. Ist das Zufall oder schon Schleichwerbung..?

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Die Gewinne werden präsentiert (ab 05:48)

Ich verfüge nicht über eine juristische Ausbildung und möchte mich auch nicht durch Mutmaßungen aufs (juristische) Glatteis begeben, deshalb lasse ich das Thema mal so angeschnitten.

Das Gewinnspiel dient natürlich ebenfalls als Klickmagnet – auch wenn die Gewinnchancen (zwei Preise versus über 100.000 TeilnehmerInnen) de facto bescheiden sind…

8a. Seine Zuschauer für dumm verkaufen //oder 8b. Nachlässig sein

Der achte ist auch gleichzeitig der letzte Punkt auf dieser Liste, frei nach dem Motto „weil Bibi euch verarscht hat, mach ich das jetzt auch“.

Wer das Video aufmerksam verfolgt hat, hat nämlich gemerkt, dass nur acht statt der zehn im Titel angekündigten Kuss-Arten gezeigt wurden.

Warum nur acht? Ein Versehen? Hatten die beiden ursprünglich zehn Sketche geplant, aber dann doch nur acht ins Video mit aufgenommen? Kann Bibi nicht bis 10 zählen? Oder hält sie ihre jugendlichen Fans für so blöd, dass diese das nicht merken? Bringen „10 Arten“ mehr Klicks als „8 Arten“? Come on!

Ob der Titel absichtlich oder aus Nachlässigkeit falsch ist, lässt sich nicht bestimmen. In den Kommentaren, die ich gelesen habe, hat übrigens niemand den Fehler thematisiert…

Fazit

Was macht dieses Video nun so erfolgreich? Zum einen sorgt das Gewinnspiel, zum anderen das ‚intime‘ Thema für viele Klicks. Das Video selber ist weder technisch noch inhaltlich/konzeptionell ein Meisterwerk – im Gegenteil, es ist schade, dass mehrfach Gewalt gezeigt wird. Die Fans haben jedoch auch keine allzu hohen Ansprüche („Es darf schon professionell aussehen, nur eben nicht zu sehr und schon gleich gar nicht nach Fernsehen. Es soll gerne selbstgemacht aussehen, so als könne der Durchschnittszuschauer mit seinen Kumpels ein gleiches Filmchen drehen.“ (Jost Broichmann, cmblogger.de)), Hauptsache, Bibi wirkt wie ihre beste Freundin.

Habe ich hiermit die YouTube-Fame-Zauberformel geknackt? Wohl kaum. Bibi ist einfach schon sehr bekannt. Wenn irgendein Hansel sich heute einen YouTube-Account anlegt und ein solches 10-Arten-Video mit dem gleichen Humor und der gleichen Qualität hochlädt, interessiert es kein Schwein.

[blue_box]So, jetzt habe ich schon wieder 1900 Wörter lang gemeckert – was denkt ihr über Bibis Beauty Palace & die anderen YouTuberInnen? Macht ihr einen großen Bogen um Make-Up-Gurus und Co oder outet sich jemand als Fan? [/blue_box]

Quellen & weiterführende Informationen

(Wer sich für das Thema interessiert, kann sich gern per Mail bei mir melden, dann schicke ich euch die von mir für die Hausarbeit benutzte Literaturliste.)

  • Auter, P. & Davis, D. (1991). When characters speak directly to viewers. Breaking the fourth wall in television. Journalism & Mass Communication Quarterly (68), 165–171.
  • Auter, P. J. (1992). Psychometric. TV that talks back: An experimental validation of a parasocial interaction scale. Journal of Broadcasting & Electronic Media, 36 (2), 173–181.
  • Broichmann, J. (2015, 20. Februar).  Sind Youtuber die Enkel der Soap-Stars? 
  • Frobenius, M. (2014). Audience design in monologues: How vloggers involve their viewers. Journal of Pragmatics, 72, 59–72.
  • Klein, E. (2014, 02. Dezember). BRAVO und Print sind out: Bibi’s YouTube Channel ist 8 mal mächtiger als der Axel Springer Verlag.
  • Nezik, A.-K. (2015). Mädchen für alle. DER SPIEGEL, 4, S. 70–73.
  • Tolson, A. (2010). A new authenticity? Communicative practices on YouTube. Critical Discourse Studies, 7 (4), 277–289.

  1. Ich kann eh wenig mit Videos anfangen irgendwie – ich gucke sie einfach nicht gerne. Das war schon früher bei Musikvideos so, und es wird mit den Youtubesternchen nicht besser. Ich finde es ja fast schon gruselig, wenn plötzlich jemand anfängt, mit mir zu quatschen xD sie kannte ich daher bis vor kurzem nicht, dann bin ich zufällig über ihr Instagram gestoßen, aber ich bin wohl aus dem Alter raus, wo man sie gut findet :D ich finde also die Videos ziemlich blöd :D

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  2. Sehr toller Artikel! Und schön, das Ganze mal von einer „wissenschaftlichen“ Seite zu betrachten :)
    Nur leider haben die ganzen Kiddies ihre rosarote Brille auf und werden den „Stars“ wohl weiterhin das Geld in die Tasche spielen..
    Bleibt zu hoffen, dass es bald mal ein vernünftiges Gesetz zum Thema Produktplazierung etc gibt, bzw das dann auch mal durchgesetzt wird (in England z.B. ist die Kennzeichnung jetzt glaub ich sogar im Titel Pflicht).

    Liebe Grüße ♥

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  3. Nun Bibi ist ein Idol, allerdings nervt mich dieses Gequieke und das blonde Glitzer Blabla. Auch dieses: Also ihr müsst auf jeden Fall in die Kommentare schreiben… Mich nerven diese Beautymenschen nur noch.

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  4. Wie per FB bereits erwähnt finde ich deinen Artikel richtig gut analysiert und beschrieben. Ich sehe es wie du. Aber vermutlich liegt es daran, dass jede Altersgruppe Dinge mit anderen Augen sieht. Junges Publikum ist mit leichter und einfacher Kost schnell zu fazinieren, wohin gegen man das ältere Semester eher mit schwereren Kost begeistert werden muss :)

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  5. hey,ich bin auch ein beautymensch ;) aber ich finde deinen text grandios geschrieben. selten sowas gutes auf einem blog gelesen. ich finde bibi ehrlich gesagt einfach nur dumm. die beautytipps sind die, die man auch in der mädchenzeitschrift findet und wenn man sich mit der kosmetik an sich auseinander setzt,hat das nicht viel damit zu tun. ich meine,hallo?,ich einem video schneidet sie sich die augenbrauen mit einer bastelschere und in dem anderen schmiert sie sich nagellack auf die lippen. da lernen die jungen zuschauer nur unfug. das ist meine meinung.

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  6. super aufgedröselt und interessant zu lesen. ich bin ja aus dem bibi alter raus und sehe ab und zu nur ein paar wenige youtuber – habe dort (noch?) nicht mal einen Account – aber ich kann schon verstehen, dass den teenies das gefällt. lg

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  7. Wie ich dir schon geschrieben habe, finde ich auch, dass du das super dargestellt – und genau den richtigen Grad zwischen Seitenhieb und objektiver Analyse gefunden hast.
    Ich zähle Bibi allerdings noch zu den sympathischeren Youtuberinnen. Bei ihr hat man auch außerhalb von Youtube das Gefühl, sie interessiere sich wenigstens ein bisschen für ihre Fans. Ist aber nur ein Bauchgefühl ;)
    Andere (von dir erwähnte) Mädels kommen nochmal ganz anders rüber.

    Der Punkt „Masse statt Klasse“ ist auch super interessant. Ich kann auch nicht raffiniert schneiden oder mit tausend Einstellungen filmen – aber solche großen Youtuber haben da ganz andere Möglichkeiten. Schade, dass die nicht so wirklich genutzt werden.

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  8. Ich kann mit YouTube generell wenig anfangen, egal um welche Vlogs oder Videos es sich handelt. Aber natürlich bin ich auch schon über Bibi, Daggi und wie sie alle heißen, gestolpert. Ging gar nicht für mich.
    Dein Text ist aber echt lesenswert und sehr interessant – das dazugehörige Video habe ich mir nicht angeguckt, deine Beschreibungen haben mir schon gereicht. ;)

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  9. Ich kann diesen Hype um Bibi überhaupt nicht verstehen – es ist weder lustig, noch unterhaltsam. Immer wieder schaue ich mir die Bibi Videos an und ich schaffe kaum 1 Minute durchzuhalten. Wie macht das alle anderen?!

    Dagi dagegen finde ich schon viel sympathischer, zwar nicht alle Videos, aber sie find ich deutlich „unterhaltsamer“ als Bibi…

    Liebe Grüße,
    Aly

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  10. Ich finde deinen Bericht super interessant und habe mir jetzt extra für dich das Video angeschaut :D Gerade den Einsatz von Gewalt finde ich auch zu heftig in dem Video… es ist schon faszinierend mit diesen YT Stars und ihren extremen Erfolgen!

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  11. Danke für diesen Einblick – jetzt kann ich beim Thema Bibi zumindest grob mitreden, ohne jemals eins dieser Videos gesehen haben zu müssen. :D

    Irgendwie kann ich diesen ganzen Vlogs nichts abgewinnen. Oder ich habe bislang einfach immer nur die falschen gefunden, aber… irgendwie erzählen alle dauernd nur über ihre dm-Einkäufe oder irgendwelche Spiele. Gibt’s da einfach nicht die Bandbreite wie in der normalen Blogosphäre? :/

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  12. Guten Morgen,
    Eigentlich weiß man ja, dass bei YT viel Schleichwerbung betrieben wird, aber bei den meisten Youtubern wirkt es authentisch. Aber als ich das Video gesehen habe, musste ich echt nur lachen. Das die Youtuberin so unecht wirkt (da ich sie nicht gucke weiß ich davon nichts) ist schon echt hart. Bin gerade echt ein bisschen geschockt und finde das echt schon peinlich. Aber wenn man bedenkt das die für YT ihre Schule abgebrochen hat, kann ich auch verstehen, dass sie damit ihr Leben finanzieren muss..
    Super Blogpost! :)
    Liebste Grüße
    Denise

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  13. Ein ganz ausgezeichneter Artikel! Der hat mich wirklich brennend interessiert, denn ich kann mit den ganzen Teenie-Youtube-Idolen leider echt nichts anfangen. Ich konnte auch bislang den Hype nicht nachvollziehen und habe mich ständig gefragt, ob denn die Zuschauer nicht merken, dass sie hier eine versteckte Werbesendung gucken…
    Und von dem Sketch „Der Aggressive“ war ich auch echt ein bisschen geschockt.

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  14. […] Sehr schön objektiv und trotzdem nicht ohne gewisse Seitenhiebe hat Kato auf Innocent Glow die Erfolgsfaktoren vom Youtubekanal “BibisBeautyPalace” analysiert. An einem Beispielvideo (Ob ihr euch das antun wollt oder nicht, überlasse ich jetzt mal eurem Nervenkostüm) arbeitet sie sich durch acht verschiedene Punkte. Sehr interessant und lesenswert! (“10 Erfolgsgeheimnisse von ‘Bibis Beauty Palace’”) […]

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  15. Wow, ich habe Bibi vor diesem Artikel nicht gekannt, bin aber nicht allzu enttäuscht darüber :D
    Toller Beitrag, danke dass du das mal so auseinander klamübelt hast. Krass finde ich auch Böhmermanns Senf dazu. Dass das Ausmaß SO krass ist, war mir nicht klar…

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  16. Richtig gut geschriebener Artikel.
    Wobei ich sagen muss, dass nur der Großteil der Youtuber die man als aussensehender kennt Quantität statt Qualität bringen.
    Wenn man etwas inside ist merkt man schnell, das Leute wie Bibi und Dagi in der Szene nicht wirklich viel anklang finden und man lieber Leute schaut, die das authentisch und gut machen.
    Ich möchte darüber schon seit Ewigkeiten einen Post schreiben.

    xx Rabea

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  17. Wieder mal ein großartiger Artikel. Ich habe auch schon drüber nachgedacht, wie bedenklich es ist, dass Menschen mit so großer Reichweite keinerlei Vorbildwirkung haben müssen. Und ich finde es insbesondere schade, dass viele Blogger und Youtube, die bedeutend bessere Inhalte liefern, weit weniger Klicks bekommen als solche Clowns und Beauty-Schicksen. -.- (Ich glaub auch, dass die heutigen Teenies pro Jahr mehr in Kosmetik investieren als ich in meinem ganzen bisherigen Leben…)
    Aber vielleicht wird das Internet ja wie die Teenager auch mal erwachsen und die klugen Leute mit den hochwertigen Inhalten setzen sich gegen die 0815-Sachen durch. Zu wünschen wäre es uns. :)

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  18. Gut geschrieben und absolut erschreckend, das mit der Gewalt ist mir vorher nie so bewusst gewesen!
    Ach und dein Artikel ist clever: 10 Erfolgsgeheimnisse waren versprochen, 8b. Erfolgsgeheimnisse kriegen wird. Gute Idee!
    Beste Grüße
    Ziska

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  19. Voll gut geschrieben! Ich hab vor 2 Jahren meine Bachelorarbeit über den Produktionsprozess von YT-Videos geschrieben! :) Mittlerweile lese ich aber auch immer öfter Kommentare unter den Videos, dass der Content früher besser war, v.a. wo sie noch nicht alle in irgendwelchen Netzwerken waren… Ich kann den Mist nicht mehr gucken haha … es gibt aber viele v.a. amerikanische YouTuber die viel Zeit & Mühe in ihre Videos stecken … da freue ich mich nach 2-3 Wochen immer richtig drauf :D

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  20. Das ist echt ein cooles Thema für eine Hausarbeit. Die tatsächlichen Erfolgsgeheimnisse von Vloggern/Youtubern kann man wahrscheinlich nicht gänzlich entschlüsseln. Aber wer seit Anfang an dabei ist, hat wahrscheinlich mehr Follower als Newcomer. Wobei ich mich ehrlich gesagt echt frage, wer die Zielgruppe ist? Sind das echt wie im 2. Video höhnlich gesagt nur 13 Jährige? Bekommt man das irgendwie raus welche Zielgruppe die haben?
    Meinen Geschmack treffen die Videos auch nicht.

    LG Myriam

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  21. Ich finde viele der deutschen Vlogger sehr schlecht.
    Und auch wie du sagtest: Schlechte Vorbilder (Dner und die AFD-Geschichte: Stellungnahme bezog er zu den „Vorwürfen“ Böhmermanns nur mit einem Tweet. Was bei einem solch großen YouTuber schon auf dem Hauptkanal passieren hätten müssen, da dieser die Reichweite und die „erste“ Adresse ist.)

    Aber ich mag eine handvoll LetsPlays von Sarazar.

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  22. Ich finde den Sketch „Der Aggressive“ auch echt bedenklich. Der hat mich hochgradig verstört und dass Leute sowas lustig finden, ist eigentlich das Schlimmste… Ich fand’s einfach nur unglaublich beklemmend. :(

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