Hausarbeiten-Guide

Katos ultimativer Hausarbeiten-Guide

oder: Kato’s guide to getting an A on your paper

Hausarbeiten – die meisten Studierenden sehen sie als lästiges Übel. Du auch? Spätestens bei der Abschlussarbeit musst du die wissenschaftliche Arbeitsweise beherrschen. Ich muss zugeben: Ich mag wissenschaftliches Arbeiten,  ich hatte bis jetzt in jeder Hausarbeit eine sehr gute Note und es macht mir Spaß.

Deshalb schreibe ich jetzt diesen Guide und baue ihn wie eine Hausarbeit auf (und als kleines Goodie kannst du ihn dir unten herunterladen und hast gleich eine Formatierungsvorlage). Es sind 13 Schritte oder eher Punkte geworden, die dir helfen sollen, deine eigene sehr gute Hausarbeit zu schreiben und dabei hoffentlich Spaß zu haben.

Falls du jetzt das übliche „Mach dein Handy aus“ und „Räum deinen Schreibtisch auf“-Blabla erwartest: Nope, sorry. Du wirst hier ebenfalls keine Tipps zur Themensuche, zur Gliederung deiner Arbeit oder zur Literatursuche finden. Dieses Handwerkzeug hast du hoffentlich in der Uni gelernt? Falls Bedarf besteht, kann ich da gerne noch was zu schreiben, aber jetzt geht es erstmal um das Drumherum: Hindernisse, dein Mindset, die Organisation und hilfreiche Tools.

PS: Ich werde in diesem Text das generische Femininum nutzen. Wenn dich das stört, schließ bitte den Tab.

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Inhalt:

I. Stay organized
II. Fang einfach an
III. Schreib den Gedanken auf. Jetzt. Sofort.
IV. Make Use of Tools
V. Sprechstundentermine nutzen du sollst
VI. Scheiß auf Coolness
VII. Druck erzeugt Diamanten
VIII. Formalien sind zum Einhalten da
IX. Der „Flow“
X. Hör auf deine Intuition
XI. Sinnvolle Pausen
XII. Alles wird gut
XIII. Lerne Hausarbeiten zu schätzen

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I. Stay organized

Hausarbeiten haben es ja so an sich, dass man viel liest und sich viele Gedanken macht, blitzartig eine geniale Idee entwickelt und im nächsten Moment „Was für ein Bullshit“ murmelt und die Idee verwirft.

Um den Überblick zu behalten, ist es wichtig, dir dein eigenes Ablage-, Notiz- und Markierungssystem zu entwickeln.

Du brauchst keinen weißen, auf Hochglanz polierten Schreibtisch, der aussieht, als sei er grad frisch einem Pinterest-Interior-Inspiration Board entsprungen. Dein Schreibtisch kann auch hässlich und vollgestellt sein. Die Hauptsache: Du behältst den Überblick.

Für die Gliederung, zentrale Gedanken oder To-Dos nutze ich gerne die Wand über meinem Schreibtisch, so dass ich alles im Blick habe. Ein oder zwei motivierende Sprüche schaden sicher auch nicht ;)

Wenn du Texte liest, solltest du dir unbedingt Notizen machen und zentrale Stellen herausschreiben (z.B. mit Citavi, siehe auch IV. Make Use of Tools). Wer nur liest, vergisst den Inhalt schon nach kürzester Zeit.

Mach fertig, was dich fertig macht

II. Fang einfach an

Ist mein Thema gut? 

Macht mein roter Faden Sinn? Ist meine Vorgehensweise richtig? 

Habe ich die wichtigste Literatur gefunden? Soll ich jetzt schon mit dem Schreiben beginnen?

Wenn wir uns bei einer Sache nicht sicher sind, neigen wir dazu, sie einfach zu verdrängen. „Mach ich morgen. Kümmere ich mich später drum. Am Wochenende nehme ich mir Zeit dafür.“

In manchen Situationen geht diese Taktik vielleicht auf, aber bei einer Hausarbeit solltest du dich der Aufgabe einfach stellen – aus drei Gründen:

  1. Du musst diese Arbeit so oder so schreiben.
  2. Du hast eine Deadline. Zeit verstreichen zu lassen, wird die Aufgabe nicht einfacher machen.
  3.  Dein Plan wird sich während des Schreibens sowieso wieder ändern.

Ich kenne ein paar Leute, die ihre Abgaben immer auf den letzten Drücker verschieben. Vermutlich ist das eine Art Selbstschutz: Sie haben Angst, nicht gut genug zu sein und können eine schlechte Note dann darauf schieben, dass sie erst so spät angefangen haben. Wenn sie eher angefangen und sich mehr Mühe gegeben hätten, müssten sie sich bei einer schlechten Note eingestehen, dass ihre Arbeit einfach nicht so gut war.  [Ich lehne mich hier grad auch weit aus dem Fenster – es kann sein, dass meine nächste Hausarbeit (bzw. die, an der ich grad parallel arbeite) nicht so gut wird. Wer meinen Blog kennt, wird dann hämisch „Haha, sie hat doch neulich noch Tipps gegeben“ sagen können. So what.]

Diese Taktik hilft dir aber langfristig gesehen nicht. Wenn du unsicher bist,  kannst du Ratgeber lesen oder einen Kurs beim Career Center deiner Uni besuchen. Wissenschaftliches Arbeiten heißt nicht, dass du komplett auf dich allein gestellt bist. Es ist okay, mit jemandem über deine Gliederung zu sprechen oder deinen Text auf Rechtschreibfehler Korrektur lesen zu lassen.

Also: Fang einfach an.  Du bist mit deinen formulierten Sätzen nicht zufrieden? Dann schreib nur Stichworte auf und verschieb‘ das Formulieren auf einen anderen Tag.

III. Schreib den Gedanken auf. Jetzt. Sofort.

Ich persönlich hab die besten Ideen und Gedankengänge, wenn ich nicht am Schreibtisch sitze, sondern aktiv bin und irgendeiner Tätigkeit nachgehe, die banal genug ist, um nicht mehr darüber nachdenken zu müssen (z.B. Bettwäsche wechseln, spülen, duschen, …)

Spontane Ideen solltest du immer aufschreiben, sonst gehen sie verloren und hinterlassen nichts als das nagende Gefühl im Hinterkopf, irgendetwas vergessen zu haben. Hab immer ein Notizbuch dabei haben oder nutze eine App (z.B. Evernote* [Referral-Link]) dafür.

IV. Make Use of Tools

Mittlerweile gibt es so viele großartige Webseiten, Apps und Programme, die uns das Leben (und Studieren) erleichtern.

Neben der eben schon erwähnten Notiz-App Evernote kann ich auch das kostenlose Online-Tool Trello empfehlen, um Projekte zu planen und den Überblick zu erhalten. (Eine kurze Erklärung zu Trello habe ich in Blogplaner-Artikel geschrieben)

Hast du schon von Literaturverwaltungsprogrammen wie EndNote oder Citavi gehört? Mit diesen Programmen kannst du alle gelesenen Bücher, Studien und Paper sammeln, Informationen wie Keywords oder Abstracts einfügen und darin enthaltene Zitate und Informationen organisieren. Für ein Seminar muss ich gerade EndNote nutzen, persönlich mag ich aber Citavi viel lieber.

Citavi

Viele Hochschulen haben Kooperationen mit Softwareherstellern. Auf der Citavi-Webseite kannst du prüfen, ob du Citavi über deine Hochschule kostenlos herunterladen kannst. Für eine umfangreiche Erklärung des Programmes ist hier kein Platz, aber es gibt viele Tutorials und Videos!

V. Sprechstundentermine nutzen du sollst

Besprich‘ dein Thema! Zeig deine Gliederung! Meld‘ dich bei Fragen! Genau dafür sind Sprechstunden doch da. Welchen Wert deine Dozentin auf Betreuung legt, weiß ich natürlich nicht. Es gibt Dozentinnen, die dir dein Thema zuteilen und dann die nächsten Wochen nichts von dir hören wollen, aber auch andere, die sogar von dir verlangen, dass du mehrmals in die Sprechstunde kommst, um deine Fortschritte zu diskutieren.

Die normale Studentin findet den letztgenannten Typus natürlich „nervig“, weil die regelmäßigen Termine sie dazu zwingen, zumindest ein bisschen an der Hausarbeit zu arbeiten. Doch genau diesen Druck brauchst du! Darüber hinaus ist eine Sprechstunde natürlich sehr hilfreich, weil die Dozentin dich darauf hinweisen kann, wenn du mit deinem Vorhaben auf dem falschen Dampfer bist oder dir ein wichtiger Aspekt fehlt.

Diese Beratung nicht zu nutzen ist einfach nur grob fahrlässig – schließlich ist die Dozentin ja auch die Person, die deine Arbeit bewerten wird. Falls du eine fachliche Frage hast und deine Betreuerin nicht erreichen kannst, versuch es mit wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen am Lehrstuhl oder Institut. Und: stell umfangreichere Fragen nicht per Mail – das kommt nicht gut an. Geh lieber persönlich zur Sprechstunde.

Auch der Austausch mit Kommilitoninnen kann hilfreich sein. Das bringt uns gleich zum nächsten Punkt:

VI. Scheiß auf Coolness

Ja, prokrastinieren ist das inoffizielle Wort des Jahres und #ishouldbestudying ist ein super Hashtag unter deinem neuesten Instagramselfie (mit aktuell über 68.000 Beiträgen…) Zuzugeben, dass einem das Studium Spaß macht, und dass man gerne lernt, würde einen zu einem Nerd machen, und keiner mag Nerds, stimmt‘s? Es ist doch viel cooler, gemeinsam die Antilopen Gang zu zitieren und darüber herzuziehen, wie stressig und blöd das Studium ist:

Es ist dein Leben, dein Studium, deine Note. Scheiß auf die Andern, werd‘ dir über deine Motivation klar, reiß dir den Arsch auf & arbeite für einen guten Abschluss und einen coolen Job.

VII. Druck erzeugt Diamanten

Viele Leute (höchstwahrscheinlich auch du) brauchen Druck und arbeiten erst kurz der Deadline so richtig produktiv. Diesen Druck kann man auch selber erzeugen, z.B. mit einer App, die die Tage bis zum Abgabetermin herunterzählt und auf dem Startbildschirm deines Handys anzeigt.

Mach dir selber einen Zeitplan, drösel die Arbeit in verschiedene Schritte auf und setz die jeweils eine Deadline. Auch Termine mit Lerngruppen oder deiner Betreuerin (siehe Punkt V) schaffen Druck. (Es ist irgendwie traurig, dass man sich selbst so veraschen muss, aber hey, solange es funktioniert…)

VIII. Formalien sind zum Einhalten da

Eine kleine Anekdote: Ich weiß nicht, in welchem Bundesland du Abi gemacht hast, aber in meinem mussten wir in der 12. Klasse eine Facharbeit schreiben, quasi als eine Übung fürs Studium. Am Abend vor der Abgabetermin traf ich mich mit ein paar Freundinnen für finale Korrekturen an unseren Facharbeiten. Eine Freundin von mir hatte plötzlich ein Problem:  Sie hatte die ganze Zeit mit irgendeiner Schriftart in irgendeiner Schriftgröße und normalen Rändern geschrieben und am Tag vor der Abgabe erst richtig formatiert. Das Ende vom Lied: Ihre Arbeit war viel zu lang und sie musste sie innerhalb kürzester Zeit komplett überarbeiten und kürzen.

Was lernen wir daraus? Informiere dich von vorneherein über die richtigen (!) Formalien und arbeite von Anfang an mit dem korrekt formatierten Dokument.

Minimale und maximale Seitenzahl. Ränder, Zeilenabstand, Schriftart und –größe. Wie soll zitiert werde? Dürfen Abbildungen und Tabellen in den Fließtext oder muss alles in den Anhang?  Welche Informationen müssen aufs Deckblatt? Wie soll die Arbeit gebunden werden? Sollst du zusätzlich eine digitale Version einreichen?

Es gibt Dozentinnen, die diese Vorgaben nicht so ernst nehmen. Es gibt aber auch welche, die sehr streng sind. Was macht es auf sie für einen Eindruck, wenn du ein paar simple Vorgaben nicht einhältst? Entweder sie halten dich für zu dumm, die Regeln einzuhalten, oder für respektlos. Ist beides scheiße, also halt dich einfach an die formalen Vorgaben.

IX. Der „Flow“

Den Begriff hast du sicher schon einmal gehört. Flow ist ein Zustand, in  dem du über einen längeren Zeitraum hinweg konzentriert und effizient an deiner Aufgabe arbeiten kannst, dich nicht ablenken lässt und auch noch irgendwie Spaß daran hast.

Ich bin keine Psychologin, also verzeih mir, wenn diese Definition unvollständig ist. Für die Fragen, was genau der Flow ist und wie du ihn erreichen kannst, empfehle ich dir Google. Es gibt zahlreiche Artikel und Blogposts zu dem Thema, just my two cents:

Der Flow ist die beste Art und Weise, deine Hausarbeit zu schreiben. Du kannst ihn nicht erzwingen, oder mit einem einfachen Knopf an- und ausschalten, aber du kannst ihn begünstigen:

  • Hol dir ein „Survival-Paket“ und sperr dich zu Hause (oder meinetwegen in der Bib) ein. Es wäre ärgerlich, den Flow unterbrechen zu müssen, weil dein Kühlschrank leer ist und der Supermarkt in 20 Minuten schließt
  • Sag deinen Freunden und Mitbewohnern Bescheid, dass sie dich jetzt nicht stören sollen
  • Mach deinen Kopf frei, indem du andere To-Do’s zu Papier bringst oder gleich erledigst
  • Achte auf deinen persönlichen Biorhythmus (aka Frühaufsteher vs. Nachteule)
  • Magst du lieber Stille oder ein Hintergrundrauschen? Ich persönlich bevorzuge längere Mixtapes oder sogar Loops. Tipp: Der Regen-Sound wirkt auf viele auch sehr entspannend

Zum Stichwort Ablenkung: Ein weiterer beliebter Lerntipp lautet „Lass dich nicht vom Internet ablenken. Leg dein Handy am besten in einen anderen Raum oder mach es gleich aus“. Auch das ist Bullshit – Du musst einfach in den Flow kommen, denn dann bist du gegen Facebook und andere Ablenkungsquellen immun.

Wenn du partout nicht in den Flow kommst, steh auf und mach was anderes:

X. Hör auf deine Intuition

Was willst du grad machen? Lesen, schreiben, brainstormen? An diesem Kapitel weitermachen oder ein neues beginnen? Still sitzen oder was machen?

Wenn du am Schreibtisch sitzt und Hummeln unterm Hintern spürst, unruhig auf deinem Stuhl hin und her rutscht und dich partout nicht konzentrieren kannst – dann steh halt auf. Geh raus. Mach was. Häng die Wäsche auf, geh einkaufen, whatever. Im Idealfall erledigst du Dinge, die du eh hättest machen müssen und hältst dir damit den Rücken für Flow-Zeiten frei.

getshitdone

XI. Sinnvolle Pausen

Okay, vielleicht breche ich hier mein Versprechen aus der Einleitung. Tipps alá „Mach regelmäßig Pausen“ hast du sicher schon gelesen. Trotzdem möchte ich hier auf zwei Punkte eingehen: Wann du Pause machst und wie du sie verbringst.

Es gibt (Lern-)Systeme, in denen man eine definierte Zeitspanne über konzentriert arbeitet, und anschließend eine kurze, ebenfalls fest definierte Pause hat. So folgt beispielsweise bei der Pomodoro-Technik auf jede 25 Minuten lange Arbeitsphase eine fünfminütige Pause. Wer diese Technik ausprobieren will, findet dafür online sogar ein Tool namens Tomato Timer.

Ich plädiere hingegen für die Intuition – bring dich in den Flow (s.o.) und arbeite so lange, bis die Luft raus ist.

Feste Zeiten sind (zumindest für mich) schlecht: Wenn ich mich mit Bib-Lerngenossen für eine Kaffeepause um 16 Uhr verabrede, kann ich spätestens ab 15:30 nicht mehr konzentriert arbeiten, weil ich denke, „dass ich ja eh gleich los muss und sich das nicht mehr lohnt.“ Auch feste Punkte (z.B. wenn Seite zehn fertig geschrieben ist, oder wenn dieser Text zuende gelesen ist) halte ich für ungünstig. Die Seite ist vielleicht voll, aber der Gedanke noch nicht zu Ende formuliert. Pausen nach Intuition zu legen ist meiner Meinung nach immer noch die beste Methode.

Während deiner Pause solltest du nichts machen, was dich weiter vom Flow entfernt, also: nicht Netflix starten („nur eine Folge…“  und dann doch die Staffel zu Ende gucken) oder ein neues nachbarschaftliches Bauprojekt bei Die Sims beginnen.

XII. Alles wird gut

Hey, Kopf hoch, das wird schon. Niemand erwartet in einer Seminararbeit mega krasse innovative Forschungsergebnisse. Falls du grad an deiner Master- oder Doktorarbeit sitzt: Sorry, dann schon. Aber wenn du es so weit geschafft hast, brauchst du meine Tipps hier nicht mehr.

Du findest auf deine Forschungsfrage keine richtige Antwort? Auch kein Ergebnis ist ein Ergebnis, gerade bei quantitativen Arbeiten.

Ob du es glaubst oder nicht: allein die Formalien, Rechtschreibung und korrektes Zitieren bringen schon viele Punkte. Am wichtigsten ist, dass du eine klare Struktur hast und die/der Betreuerin nachvollziehen kann, wie du vorgegangen bist. Es ist ein bisschen wie im Mathematik-Unterricht früher: Nicht nur das Ergebnis, auch der Rechenweg zählt. Ein Zahlendreher mag das Ergebnis verfälschen, aber deine Vorgehensweise war gut.

Und: jede Hausarbeit ist eine Übung für deine Abschlussarbeit. Lerne aus deinen Fehlern und begreif‘ das als Chance. Da sind wir  auch schon beim letzten Punkt angekommen:

XIII. Lerne Hausarbeiten zu schätzen

„Oh man, schon wieder eine Hausarbeit! Die ruiniert einem die ganzen Semesterferien. Ich hätte viel lieber eine Klausur, die ist nach zwei Stunden rum…“ – so oder so ähnlich habe ich schon öfter Studis über ihre Seminararbeiten meckern hören. Nunja, da steckt sicher ein Funken Wahrheit drin.

Dennoch haben auch Hausarbeiten Vorteile: Du kannst dir dein Thema hoffentlich selbst aussuchen und dich so auf ein interessantes Gebiet spezialisieren, statt dir für eine Klausur diverse Themen reinzuprügeln (beliebtes Stichwort: Bulimie-Lernen). Eine wissenschaftliche Arbeit bereitet dich auch besser auf den Job vor. Keine Ahnung, was für eine Art von Karriere du anschreibst, aber dort wirst du sicher viel häufiger Berichte als Multiple-Choice-Klausuren schreiben.

Letztendlich ist das Entwickeln einer Theorie, das Zusammenpuzzeln von Informationen und die Analyse nichts anderes als eine Detektivgeschichte, und die haben wir schon als Kind geliebt.

Und dann bist du fertig. Du druckst das Ergebnis, heftest es ab und machst dich auf den Weg zur Uni. Etwas in den Händen zu halten fühlt sich verdammt gut an, oder?!

Fazit

Vielleicht habe ich dir jetzt nichts Neues erzählt – aber wenn ich dich jetzt dazu motiviert habe, hausarbeit.doc zu öffnen, habe ich mein Ziel schon erreicht ;)

[grey_box]Zusammenfassung:

  • Fang frühzeitig an
  • Mach dir selber Druck durch Deadlines & Co
  • Verabrede Sprechstundentermine und besprich dich mit Kommilitoninnen
  • Mach dir Notizen für jede Idee
  • Fange an, ein Literaturverwaltungsprogramm (z.B. Citavi) zu nutzen
  • Formatiere dein Dokument von Anfang an nach dem Vorgaben deines Instituts
  • Versuch, in den Flow zu kommen
  • Verlass dich beim Arbeiten (und Pausieren) auf deine Intuition
  • Betrachte deine Forschungsfrage als Puzzle und entwickle Spaß daran
  • don’t panic

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Hier kannst du dir den kompletten Guide als .doc-Datei herunterladen (und nochmal lesen oder als Formatierungsvorlage nutzen):

Download

Ich freue mich auf euer Feedback, Ergänzungen, Kommentare und Kritik!

Titelbild via splitshire.com (CC0), Bilder 2+3 via jaymantri.com (CC0)

17 comments

  1. Hey, dein Text liest sich super und ich habe eine richtige coole Freundinnen-Stimme (ist bestimmt nicht annähernd wie deine) im Kopf gehabt…

    Beim Absatz „Falls du grad an deiner Master- oder Doktorarbeit sitzt: Sorry, dann schon. Aber wenn du es so weit geschafft hast, brauchst du meine Tipps hier nicht mehr.“ hab ich kurz ‚wie schade‘ gedacht, aber ja, die ein oder andere Hausharbeit habe ich erfolgreich hinter mich gebracht. Sogar als Architekturstudent, da sehen die nur etwas anders aus ^^

    Ich werd‘ dein *.doc also nicht öffnen (kann ich auf dem iPad auch gar nicht, glaub ich), aber dein Text war super und macht gespannt auf mehr hier… Ich fang dann mal an dich zu stalken… ähm ich meine, mich umzusehen.

    LG
    Julia

  2. Genial – mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.
    *Daumen hoch hoch hoch!*

  3. Echt super Tipps dabei, die ich auch so weitergeben würde. Also, ich brauche deine Tipps eher nicht, auch wenn sich das doof anhört, aber ich mag Hausarbeiten auch und hab da bisher immer gute Ergebnisse erzielt. Das wichtigste ist wirklich, wie du sagst: Einfach anfangen und dann in diesen Flow kommen, dann läuft die Sache fast wie von selbst.
    Mich stören dann auch so feste Pausenzeiten, wenn man sich mit jemandem verarbredet hat oder so. Wenn es läuft, dann sitze ich auch gerne stundenlang dran. (Ja, wirklich gerne!)

    Also, ich finde, man liest schon raus, warum du in Hausarbeiten so gut bist :)

  4. Hey Danke für deinen Artikel!!!
    Ich studiere auch Medienwissenschaften und dein Plan ist top!
    Ich muss demnächst auch meine Hausarbeit schreiben, deshalb werde ich wahrscheinlich mal öfters auf deinen Text luxen :)

    Falls du mal Interesse hast, ich habe auch einen Blog. Der sich genauso von Beauty, Fashion und anderen Schminktestblogs abheben will :D Schau doch einfach mal vorbei , vielleicht findest du ja Inspiration.

    Mach auf jeden Fall weiter so!

    p.s Mich würde schon sehr interessieren wie du die Themensuche, Gliederung & Recherche angreifst auch wenn ich das eigentlich selber weiß. Vielleicht wäre es doch ein Artikel wert :)

    Lieben Gruß,
    Mary

  5. Hehe, wie geil. Genauso mach ich’s auch. Hast es perfekt auf den Punkt gebracht! Lust einen Gastartikel bei mir zu veröffentlichen? Wir haben viel gemeinsam ;)

    LG Luisa

  6. Besonders Punkt VI möchte ich mal dick markieren – obwohl ich eigentlich ganz gerne Hausarbeiten schreibe (endlich eigenständig voll in ein Thema eintauchen! Nie hab ich mehr das Gefühl, wirklich was zu lernen) ertappe ich mich doch ab und zu dabei, dass ich mich über die Arbeit beschwere, weil das ja fast schon zum guten Ton gehört. So ein Quatsch!

  7. <3 für das generische Femininum!

    Und sehr schöner Artikel – mir bringts z.B. auch nichts, mein Handy wegzulegen. Wenn ich auf eine Nachricht warte, dann macht es mich umso unkonzentrierter, wenn ich sie nicht lesen kann. Deswegen ist es für mich auch so kontraproduktiv, vor dem Schreiben Blogposts zu veröffentlichen – ich warte immer auf Reaktionen :D

  8. Ganz toller Artikel!

    Hausarbeiten Schreiben ist ja für die meisten Studenten das röteste Tuch im Wollgeschäft und viele Guides und Anleitungen beschränken sich tatsächlich auf diese Du-Pfeife-kriegst-es-nur-nicht-hin-weil-du-ein-Facebook-Junkie-bist-Schiene. Das hilft keinem wirklich und eigentlich ist man selbst ja derjenige, der die Arbeit zu schreiben hat also macht es Sinn – wie du auch hier toll zeigst – auf sich selbst zu hören.

    Bald geht es mit meiner Masterarbeit los – da werde ich bestimmt nochmal vorbei schauen ;-)

    LG
    Björn

  9. Dein Beitrag gefällt mir wirklich sehr gut und ich hab deinen Blog gleich mal bei Feedly hinzugefügt, damit ich keine weiteren Beiträge mehr verpasse! ;-)

    Ich mag Hausarbeiten tatsächlich auch nicht, weil bei mir die Themen und Inhalte und Analysen immer sehr gut sind, die Hausarbeit letztendlich aber dann nur „befriedigend“, weil ich das einfach nicht richtig ausdrücken kann anscheinend. Das krasseste Beispiel war, als ein Kommilitone und ich dasselbe Thema hat und inhaltlich auch, also die Analyse, dasselbe Ergebnis hatte. Er hat eine 1,0 bekommen, ich eine 4,0, wobei wir inhaltlich gesehen tatsächlich echt alles identisch hatten. Und die Struktur war auch ähnlich, da diese von der Dozentin abgesegnet wurde. Naja, egal, im Master wird – mit Hilfe deines Beitrags vielleicht auch – hoffentlich jetzt alles anders :D

    1. Hallo Yasi, wow, krasses Beispiel! Wurden eure Arbeiten auch von der selben Dozentin bewertet?
      Schade, dass Defizite im Ausdruck dann gleich deine Noten so herunterziehen. Eigentlich sollte ja der Inhalt zählen… Ich wünsch dir viel Erfolg im Master!

      1. Haha, ja, tatsächlich wurde die Hausarbeit von derselben Dozentin bewertet, ich war auch schockiert, aber im Endeffekt ist es jetzt auch egal :)

  10. Oh, die Hausarbeit, stimmt die wollte ich ja auch noch fertig machen…
    Ich habe bei Hausarbeiten mit festen Abgabeterminen kein Problem, momentan schreibe ich allerdings eine, die ich bis zum Ende meines Studiums abgeben kann, da hilft es nur sich selbst Deadlines zu setzen und naja, das ist dann doch nicht so effektiv wie ein Abgabetermin in vier Wochen :D
    Aber wenigstens bin ich mit der Recherchearbeit schon durch, der aufwendigste aber auch irgendwie interessanteste Part, den mache ich gerne und bin trotzdem immer wieder froh, wenn ich damit durch bin :D Momentan bin ich dabei alles, was ich schön exzerpiert habe, in eine stringente Argumentation zu bauen, allerdings mit Stichpunkten, dann kann ich immer noch mal was hinzufügen oder nochmal überdenken, abgetippt wird es dann erst, wenn ich damit fertig bin, wenn ich schon mal ein Gerüst für meinen Text habe fällt es mir viel leichter ihn gut zu formulieren, weil ich mir um den Inhalt und die Reihenfolge keine Gedanken mehr machen muss.
    Ich persönlich schreibe auch lieber eine Hausarbeit als eine Klausur. Klausuren sind bei mir auch mit Bulimielernen verbunden und bringt mir dementsprechend nichts, genauso wie mündliche Prüfungen, die bescheren mir nur Nervenzusammenbrüche :D Bei einer Hausarbeit hingegen kann ich mich ausgiebig mit einem Thema beschäftigen, das mir gefällt und das ich auch näher vertiefen möchte, deswegen bin ich auch ziemlich froh, dass ich größtenteils Hausarbeiten schreiben muss.
    Citavi blicke ich übrigens noch nicht so ganz durch, dabei wäre es eigentlich ganz sinnvoll sich die Arbeit zu machen und alle Exzerpte an einem Platz zu haben… :D
    Liebe Grüße :)

  11. Liebe Kato,

    Ich habe deinen Artikel schon vor einiger Zeit gelesen und fand ihn wirklich hilfreich und gut. Mit citavi arbeite ich persönlich ganz gerne, denn auch wenn es zunächst recht mühsam ist, lohnt sich der Aufwand am Ende, wenn man seine Argumente nur noch einfügen und „zusammenstellen“ muss.
    Vielen Dank für diesen konstruktiven Artikel. Ich finde es immer sehr schön, wenn man Blogartikel schreibt die andere nicht entmutigen, sondern sie zur Bestleistung antreiben.
    Ich fände es schön wenn wir uns vernetzen würden, vielleicht interessieren dich ja auch meine Artikel zu Themen wie Studium, Karriere und Life-Coaching.

    Viele liebe Grüße

    Kinga

    1. Vielen Dank für dein Feedback, Kinga :) demnächst folgt ein ähnlicher Guide zum Thema „Referate halten“. Liebe Grüße, Kato

  12. […] den vergangenen Semesterferien hatte ich das Vergnügen, eine Hausarbeit (siehe auch: Katos ultimativer Hausarbeiten-Guide) zu einer film-wissenschaftlichen Vorlesung zu […]

  13. […] bessere Menschen zu werden! Ich kann den beiden, in dem was sie schreiben, nur zustimmen.  Kato’s ultimativer Hausarbeiten-Guide ist einfach super. Eigentlich muss ich dazu nicht mehr viel sagen. ;P Naturkosmetik ist gut? […]

  14. […] den Guides zu Hausarbeiten und Referaten möchte ich ein weiteres Mal mein geballtes Wissen aus mittlerweile  11 Semestern […]

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