København Diary – Tag 1

Knapp drei Monate Semesterferien klingen (und sind) verdammt lang. Blöd nur, wenn sich nicht mit den Urlaubszeiten des Liebsten überschneiden. Statt auf den Sommerurlaub verzichte ich nun also auf die letzte Uni-Woche. Ich denke, ich bin mittlerweile alt und hochschul-erfahren genug, um zu wissen, dass ich in den Abschlusssitzungen nichts Großartiges verpassen werde. Klausuren habe ich eh keine mehr (Masterstudiums-Projektarbeit sei dank!) und vielleicht schaff ichs sogar zur letzten Seminarsitzung am Freitag. Am Wochenende gehts dann direkt weiter zum Stuttgart Festival und ich freu mich schon sehr drauf!

So, aktuell sind mein Freund und ich also in Kopenhagen. Wie kam es dazu? Ich wollte nach Island, er nicht fliegen. Für einen Roadtrip hatten wir ursprünglich Südschweden angedacht, dann kamen wir auf den Trichter, dass sich Städtetrips nach Kopenhagen und Malmö großartig verbinden lassen.. und daaaann hatte ich vor kurzen das Glück, bei einem Gewinnspiel von Videdressing einen Airbnb-Gutschein zu gewinnen und wir nutzten den Gutschein direkt, um ein Apartment in Kopenhagen zu mieten.

Nach vielen vielen Stunden auf der Autobahn und einigen Verwirrungen durch Kopenhagens katastrophale Straßenführung sind wir dann gestern Abend an unserer Wohnung angekommen und haben nichts mehr groß unternommen – deshalb zähle ich erst den Sonntag als Tag 1.

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Das erste Mal Airbnb – unser Apartment

Akuter Schlafmangel in den letzten Nächten führte dazu, dass wir ziemlich lange im Bett blieben. Unser Apartment ist recht spartanisch ausgestattet (und hat das kleinste Badezimmer der Welt), aber das Wichtigste, das Bett, ist zum Glück gut. Die fremde Wohnung zu erkunden hat Spaß gemacht – auch wenn ziemlich eindeutig ist, dass hier niemand regulär wohnt und es bloß an Touris vermietet wird. So stehen im Wandregal im Schlafzimmer exakt vier Bücher: ein Krimi (auf Dänisch), ein Kochbuch (auf Dänisch), ein Reiseführer über Japan (WTF?) und Orwells 1984 (Sehr passend, da wir auf der Autofahrt noch spekuliert hatten, ob es wohl Airbnb-Vermieter gibt, die ihre Wohnung mit versteckten Kameras ausstatten). Auf dem obersten Regalbrett stand dann noch eine Flasche Schlangenschnaps – what the fuck.

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Soweit ich weiß ist das eine Spezialität aus Asien – (Gift-)schlangen, Skorpione oder anderes Getier werden in Hochprozentiges angelegt und sollen dann bei Potenzstörungen und anderen Wehwehchen helfen. (In einer Kneipe in der Heidelberger Altstadt habe ich davon sogar schonmal etwas getrunken – danach war mir schlecht…)

Die größte Kletterhalle Skandinaviens & leckere Falafel

Am Nachmittag fuhren wir zu „Skandinaviens größter Kletterhalle“ – mein kletterbegeisterter Freund war natürlich Feuer und Flamme. Das Blocs & Walls befindet sich in einem ziemlich abgefuckten Industriegebiet in Wassernähe. Von innen ist es ganz nett, es gibt diverse Kletterwände und Boulderbereiche, zwischendrin Sofas zum Ausruhen und auf der oberen Ebene ein kleines Café. Ich habe ein paar Fotos gemacht, aber wie groß die Halle wirklich ist, konnte ich nicht einfangen. Das freie WLAN kam sehr gelegen, denn so konnte ich schonmal via Yelp nach einem Ort fürs Abendessen suchen. Leider scheinen die vielversprechenden Cafés und Restaurants am Sonntag alle um 20 oder spätestens 21 Uhr zu schließen, und das wurde ein bisschen knapp. Deshalb waren wir dann einfach in unserem Viertel, Nørrebro, Falafel essen.

[grey_box]gesehen: hippe Menschen mit schöner Kleidung; Graffitis in Nørrebro
gehört: Destiny’s Child und anderer 2000er Pop – unfreiwillig in der Kletterhalle
gemacht: ein paar Fotos.
gezahlt: 115 Kronen für eine Kletterhallen-Tageskarte und 105 Kronen für Falafel, Pommes + Getränke für 2
gewundert über: die vollverschleierte Frau (nur ihre Augen waren sichtbar) mit Adidas Trainingsjacke und Nike Sneakern[/grey_box]

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Kopenhagen mit dem Auto

… ist eine Katastrophe. Es gibt diverse Baustellen und Umleitungen, die unser Navi noch nicht kannte, und oft fehlt die Beschilderung. Ich bin froh, dass ich nicht selber fahren musste. Am Montag lassen wir das Auto stehen und erkunden  Nørrebro und Kopenhagen Downtown mit den Fahrrädern, die zur Wohnung gehören. Ganz so vertrauenswürdig sehen die nicht aus, mal gucken!

[grey_box]gesehen: Tivoli und den Rathausplatz im Vorbeifahren; Unmengen an FahrradfahrerInnen
gehört: die grandiose Aussprache dänischer Straßennamen von der Stimme des Navigationsgeräts
gemacht: Sorgen & U-Turns
gewundert über: die Buswerbung für Brustvergrößerungen – inklusive nackten Brüsten und Nippeln. Nice, die Dänen! [/grey_box]

IMG_9290 [blue_box]København Diary – Tag 1: Die größte Kletterhalle Skandinaviens

København Diary – Tag 2: Touri-Sightseeing per Fahrrad

København Diary – Tag 3: Christiania, Shopping & vegane Burger

København Diary – Tag 4: Ausflug nach Malmö [/blue_box]

2 Kommentare

  1. Hallo Kato,

    deine Kopenhagen Posts sind klasse! Da möchte ich auch sehr gerne einmal hin. Besonders Tivoli mag ich mal sehen und erleben :-)

    Ich habe eine kleine Linksammlung für Kurztrips gestartet. Kopenhagen würde dort super rein passen! Also wenn du Lust hast kannst du dich gern dort verlinken.

    http://www.thesimplelifeblog.de/2015/07/3-tage-amsterdam.html

    Liebe Grüße und viel Spaß weiterhin auf eurem Roadtrip,

    Jill

    Antworten

    1. Dankeschön, das mache ich nachher, wenn der letzte Teil online ist :) Vorm Tivoli waren ellenlange Schlangen, die mich ziemlich abgeschreckt haben – aber grundsätzlich sind Freizeitparks natürlich super :) LG!

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