Tipps fürs Mitschreiben in der Vorlesung

Nach den Guides zu Hausarbeiten und Referaten möchte ich ein weiteres Mal mein geballtes Wissen aus mittlerweile  11 Semestern (wow, wie die Zeit vergeht!) mit der Nachwelt teilen. Dieses Mal geht es ums Mitschreiben in der Vorlesung – oder auch bei anderen Veranstaltungen. Mitschreiben klingt ja erstmal ganz easy – oder zumindest deutlich unkomplizierter als das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit. Tatsächlich habe ich aber beobachtet, dass es einiges an Übung und Technik erfordert, um wirklich gute und brauchbare Mitschriften zu erstellen – vor allem, wenn die Lehrveranstaltung ganze anderthalb Stunden dauert und die Konzentration sinkt…

Aus zwei Gründen halte ich es für essentiell, eine gute Technik fürs Mitschreiben zu haben:

  1. Mitschriften sind die wertvollste Basis zum Lernen für eine Prüfung.
  2. Mitschreiben ist ein „Skill“ fürs Leben – auch im Job oder in deiner Freizeit wirst du oft in Situationen kommen, in denen es wichtig ist, Informationen vollständig und logisch zu erfassen, zu verstehen und festzuhalten.

Mitte März ist auf den ersten Blick ein schlechter Zeitpunkt, um einen Post übers Mitschreiben in Vorlesungen zu veröffentlichen, wo das Semester doch seit ein paar Wochen zu Ende ist und das neue noch nicht richtig angefangen hat. Andererseits habe ich die Lernphase für meine allerletzte Klausur seit ein paar Wochen hinter mir und bin quasi noch „drin“.

Also, los geht’s! (Achja, am Ende gibt es auch noch etwas zu gewinnen, also haltet durch ;))

Am Laptop oder per Hand mitschreiben?

Die erste, essentielle Frage, die Studierende sich stellen, lautet: sollte ich meinen Laptop mitnehmen und ihn zum Mitschreiben benutzen, oder reicht mir die gute alte Kombi aus Kuli und Collegeblock?

Ich konnte es mir mal wieder nicht verkneifen, eine kleine Infografik zu diesem Thema zu basteln…

InfografikMitschreiben

Ich persönlich schreibe lieber mit der Hand mit, da ich auch ein visueller Lerntyp bin. Wenn ich Protokolle schreibe oder andere Texte, die ich eh auf jeden Fall digital brauche, ist der Laptop aber meine erste Wahl. [Die nachfolgenden Tipps beziehen sich eher aufs handschriftliche Schreiben, können aber auch für Leute, die den Laptop bevorzugen, hilfreich sein.]

Der richtige Stift

Kennt ihr dieses Phänomen, dass ausgerechnet ein Werbegeschenk-Billigkuli für eine Weile euer liebster Stift ist? [Hahaha, ich lese den Satz grad zum zweiten Mal und muss an „Kennt ihr diesen Hans Entertainment-Moment?“ denken – oh Gott!]

Nunja, also zurück zu den Stiften – normalerweise nutze ich immer die Kulis, die mir so in die Hände fallen oder die man an irgendwelchen Messeständen abgreifen kann. Nicht nur bei Stiften habe ich die Erfahrung gemacht, dass billig automatisch schlecht oder teuer automatisch hochwertig ist. Vielmehr muss einem ein Stift einfach gut in der Hand liegen und ein angenehmes Schreibgefühl bieten.

Ich hatte damals in der Schule eine Freundin, die fast immer mit diesen gelben Stabilo Finelinern (ihr wisst, welche ich meine) geschrieben hat. Auch lange Texte! Geht für mich gar nicht – für mich muss ein Kugelschreiber oder Gelroller „weich“ sein, ohne zu verwischen. Aber letztlich ist das eine individuelle Präferenz und ich kann nur dazu raten, mal in einem Schreibwarenladen verschiedene Marken und Modelle durchzuprobieren.

Meine aktuellen Lieblingsstifte sind übrigens aus der Slider-Reihe von Schneider – mehr dazu und eine Verlosung gibt’s am Ende des Artikels.

Farben

Für MinimalistInnen mögen ein Collegeblock und ein Kugelschreiber fürs Mitschreiben in der Vorlesung reichen, doch es lohnt sich, noch ein paar weitere (bunte) Stifte einzupacken.

Farben sind für das Gehirn einfach wahrzunehmen und helfen bei der Strukturierung der Seite. Viele Farben sind schon automatisch mit einer Bedeutung belegt, denkt zum Beispiel an die Farben von Verkehrsschildern: Rot bedeutet „Stopp“ oder auch „Achtung, aufpassen!“.

Ich habe mir (auch beim Lernen mit Karteikarten) angewöhnt, Namen wichtiger Personen (z.B. AutorInnen oder Personen der Zeitgeschichte) rot zu unterstreichen. Je nachdem was ihr studiert bzw. von welchem Thema eure Vorlesung handelt, kann man das System natürlich noch ausweiten und bestimmte Fachbegriffe, Formeln, Rechnungen etc.  immer mit der gleichen Farbe kennzeichnet.

Auch Beispiele versuche ich immer schon beim Mitschreiben von den eher sachlich-abstrakten Teilen des Vortrags abzuheben, indem ich einen Stift in einer anderen Farbe nutze und zum Beispiel den Fließtext in blau und das Beispiel in schwarz schreibe.

Textmarker

Highlighter verliert natürlich seinen Effekt, wenn man ihn flächendeckend einsetzt (wie hier). Deshalb sollte man mit Textmarker nur die wichtigen Schlüsselbegriffe markieren. Auch hier lässt sich mit einem Farbsystem arbeiten.

Symbole

Ähnlich wie farbige Markierungen kann man durch Symbole schnell und effektiv wichtige Stellen in der Mitschrift kennzeichnen.

So kann man zum Beispiel…

  • mit einem Ausrufezeichen besonders wichtige Stellen kenntlich machen
  • ein Fragezeichen nutzen, um sich daran zu erinnern, dass man hier nochmal etwas nachschlagen muss
  • Beispiele und Definitionen mit Symbolen wie Dreiecken oder Kreuzen oder einfach Abkürzungen (Def., Bsp.) kennzeichnen
  • Stellen als klausurrelevant markieren, bei denen die Lehrperson andeutet, dass sie besonders wichtig sein könnten ;)

Noch eine kleine Anekdote aus meinem ersten Studienjahr: Ich hatte damals ein Blockseminar namens „Notizentechnik für Dolmetscher“ besucht… Sagt euch Notizentechnik etwas? Vermutlich nicht.

Interpreting_notes
Jaypee (fr.WIKI), CC BY-SA 3.0 via Wikimedia

Notizentechnik ist ein sprachunabhängiges System, um Gesagtes möglichst schnell und möglichst vollständig in Form von Symbolen und Abkürzungen zu notieren. Die Technik wird von DolmetscherInnen benutzt, die ja innerhalb kürzester Zeit komplexe mündliche Texte erfassen und in eine andere Sprache übertragen müssen.

Das Notizentechnik-Seminar gab nicht etwa nette Tipps fürs schnellere Mitschreiben, sondern entpuppte sich als eine Art Fünf-Tage-Intensiv-Sprachkurs. Jeden Tag mussten wir Zeichen und deren Bedeutung lernen und sie am Nachmittag bei schönstem Frühlingswetter wie Vokabeln pauken. Als Abschlussprüfung trug unsere Dozentin dann eine Rede vor und wir mussten mitnotieren. Ganz schöner Stress! Ich war mit Sicherheit nicht die einzige in diesem Kurs, die dabei gemerkt hat, dass sie nicht das nötige Talent zur Dolmetscherin hat…

Was aber durchaus geholfen hat, war ein Einblick in das umfangreiche Zeichensystem, das sich in der Notizentechnik etabliert hat. Das ein oder andere kann man auch für den nicht so stressigen Alltag adaptieren.

[Wenn ihr euch für Notizentechnik interessiert, könnt ihr ja mal bei Wikipedia oder diesem Blogpost vorbeischauen.]

Layout/Gliederung

Beim Mitschreiben steht man häufig unter Druck, schließlich will man in kurzer Zeit möglichst alle wichtigen Aussagen zu Papier bringen. Schreibt man einfach nur alles hintereinander, hat man am Ende womöglich einen Textblock, etwa so:

Mitschrift1

Möchte man die Mitschrift später noch einmal lesen oder sie als Basis fürs Lernen benutzen, ist das nicht sonderlich angenehm zu lesen und zu erfassen.

Mit ein paar Tipps lässt sich die Mitschrift viel schöner „layouten“:

  • Schreibe nicht zu gestaucht und nimm lieber ein Blatt mehr
  • Schreibe Aufzählungen auch tatsächlich als Liste, so wie diese
  • Integriere wann immer möglich auch Diagramme, Skizzen oder Schaubilder – das hilft besonders den haptischen und visuellen Lerntypen.
  • Versuche, verschiedene Themen auf separaten Blättern unterzubringen (am PC: Seitenumbruch!)

In Kombination mit den Farben und Symbolen sollte so im Idealfall eine übersichtliche Mitschrift entstehen, bei der man auf einen Blick die wesentlichen Inhalte erfassen kann: Thema, Beispiele, Personen:

Mitschrift2

[Die Grafiken zur Textgestaltung stammen von ningrids.de aus ihrem Artikel über die Gestaltung von Blogposts – diese Prinzipien lassen sich aber auch wunderbar auf handschriftliche Notizen übertragen. Vielen Dank an Annika für die Erlaubnis, die Grafiken hier zu nutzen.]

Ordnung ist das halbe Leben

Damals in der Schule lagen uns die Lehrer ständig mit den Ermahnungen in den Ohren, doch bitte das aktuelle Datum auf Mitschriften und Arbeitsblätter zu schreiben. Spätestens beim Ausmisten des übervollen und chaotischen Collegeblocks nach ein paar Wochen hat man es dann bereut, diesen Ratschlag konsequent ignoriert zu haben. Seit ich studiere, klappt das mit dem Datum eigentlich problemlos. Vielmehr habe ich mir sogar angewöhnt, mehrseitige Notizen auch gleich mit Seitenzahlen (z.B. 3 von 4) zu versehen. Das ist besonders praktisch, wenn man mal ein paar Seiten aus der Mitte des Ordners herausheftet und anschließend wieder in die richtige Reihenfolge bringen muss.

(Dass man die Mitschriften möglichst direkt nach der Vorlesung in einen Ordner oder eine Mappe abheften sollte, muss ich hier nicht noch einmal erwähnen, oder?)

Bonus für Streber: Wenn ihr euch die Klausurvorbereitung wirklich erleichtern wollt, dann notiert euch nach jeder Vorlesung mögliche Klausurfragen basierend auf dem heutigen Stoff. Warum in Frageform? Damit man beim Lernen den Stoff nicht nur in Form von Fakten wiederkäut, sondern von Anfang an darüber nachdenkt, in welcher Form diese Informationen in der Prüfung abgefragt werden könnten.

Fazit/Merke

  • Datum und Seitenzahlen notieren
  • Symbole entwickeln
  • ein paar farbige Stifte dabei haben
  • das Seitenlayout schon beim Schreiben übersichtlich halten

Ich hoffe, meine Tipps fürs Mitschreiben haben euch geholfen. Vielleicht denkt ihr auch „Wtf, wann soll ich denn im Hörsaal die Zeit finden, noch ein paar bunte Symbole & Co an die Seite zu malen?“, aber wenn man „sein System“ gefunden hat, geht das ganz schnell :)

Das Ziel ist ja nicht eine hübsch gestaltete Seite, sondern effektive Notizen und eine bessere Orientierung beim Lernen mit den Unterlagen.

Ich finde es fast schade, dass ich nun, wo ich meine Mitschreib- und Lerntechniken perfektioniert habe, keine Klausuren mehr schreibe… Für diejenigen von euch, die noch mitten im Studium stecken (oder beim Job regelmäßig Mitschreiben müssen…), gibt es nun etwas zu gewinnen:

Gewinnspiel: Mitschreib-Sets

Mit freundlicher Unterstützung der Firma Schneider verlose ich nun drei kleine und ein großes Mitschreib-Set!


Enthalten sind:

Schneider Slider Edge XB Kugelschreiber (Etui mit 10 Farben)

Der Slider Edge XB ist mein Lieblingsstift, weil er einfach super in der Hand liegt und das Schreibgefühl sehr angenehm ist. Zusätzlich nimmt er nicht viel Platz im Mäppchen weg und ist recht günstig.

[Die schwarze, blaue und rote Version hatte ich mir schon vor Monaten bei Müller gekauft, doch alle anderen Farben (außer braun und gelb) waren immer ausverkauft. Nun hatte ich endlich die Gelegenheit, auch die anderen Nuancen auszuprobieren. Ich bin erstaunt, dass auch die hellen Töne (hellblau, orange, grün) noch so gut lesbar sind!]

Schneider Slider Rave XB Kugelschreiber

Der Rave XB ist ein klassischer, stabiler Kugelschreiber mit Clip und gummierter Oberfläche. In den Paketen sind Exemplare mit blauer Mine enthalten, es gibt ihn aber auch in anderen Farben.

One Business Tintenroller

Der One Business ist ein Tintenroller mit dokumentenechter Tinte, das heißt, dass die Tinte wasserfest, lichtecht und besonders gut pigmentiert ist. Bei dünnem Papier kann es mit dem One Business daher passieren, dass die Schrift auf der Rückseite durchscheint. In Kombination mit festem Papier mag ich den One Business dank seiner breiten und weichen Spitze aber sehr gerne. Dieses Exemplar schreibt schwarz.

Schneider Job Textmarker

Das Set besteht aus vier Textmarkern in gelb, orange, pink und grün. Die Spitze ist abgeschrägt, so dass man entweder 5 mm breite Markierungen oder 1 mm feine Linien ziehen kann. Die Tinte trocknet schnell und ist dann wischfest.


Im „großen“ Paket befinden sich außerdem ein Collegeblock von Brunnen, ein Druckbleistift von Faber-Castell und ein Radiergummi.

Gewinnspiel-Teilnahme:

Ich halte nichts von Gewinnspielen, bei denen man erstmal drei Seiten auf drölf Social Media Plattformen folgen und anschließend die Seele seines Erstgeborenen opfern muss, deshalb bitte ich euch für eure Teilnahme einzig und allein darum:

Schreibt mir eine kleine Anekdote ins Kommentarfeld, etwas was mit Vorlesungen zu tun hat, lustigen Uni-Profs oder dem spannendsten Seminar, das ihr je besucht habt.

Der Einsendeschluss ist der 31. März 2016. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Die Gewinner müssen über eine Postadresse in Deutschland verfügen. Die vier Gewinner der Sets werden unter allen TeilnehmerInnen ausgelost.

UPDATE: Die Gewinner sind ausgelost. Das große Set geht an Jessy, die drei kleinen Sets an Kamila, Alex und Julia.Vielen Dank an alle fürs Mitmachen :)


Transparenz: Die Produkte von Schneider wurden mir freundlicherweise auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Für den Post gab es darüber hinaus keine Vergütung.

16 Kommentare

  1. Vielen Dank für den tollen Artikel!

    Also es ging in einem Seminar mal um Jugendsprache. Unser Prof hatte als Beispiel eine Seite aus einem Katalog eines Onlineshops mit hippen Ausdrücken. Dabei erzählte er uns, dass er dort dann auch ein T-Shirt bestellt hatte :D. Ich habe damals auch immer dort nach Klamotten geschaut und fand das extrem lustig.

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  2. Als Musikstudentin habe ich auch ein paar.. ich sage mal “sehr grundschulorientierte“ Seminare/Vorlesungen. Ich melde mich also für “Bewegung in der Musik“ an, und ja. Wir haben unseren Namen getanzt. Wir waren aufwachende Bäume im Frühling. Der Dozent warf Tücher durch den Raum und ließ die Studenten improvisieren. Das volle Programm.
    Dem Seminar folgte eine Hausarbeit und ich muss ehrlicherweise sagen: Ich habe mich nie so sehr reingehängt. Der Dozent war so motiviert und so in seiner Sache drin, dass – so verrückt es klingt – alle ihren Namen tanzen WOLLTEN und GERNE Bäume waren. Das hat definitiv auf die Motivation für die Hausarbeit abgefärbt.
    Ach ja: Super Beitrag!! Ich freu mich schon, Notizen mit kleinen Symbolen auszustatten. Weil ich auch visueller Lerner bin, würde ich mich riesig über das Package freuen. ;-) Grüße

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  3. Ein Professor hat für uns kurz vor den Prüfungen, eine ganz besondere Prüfungsvorbereitung erstellt. Er hat als Grundlage „Wer wird Millionär“ genommen und Fragen für unser Fachgebiet erstellt. Mit ablaufender Zeit und auch kleinen tollen Preisen, wie Schokolade . Am Anfang traute sich erstmal keiner, da es im ersten Semester war und man vor 200 Menschen stand und Fragen beantworten musste, aber dann kamen einige zusammen. Aufjedenfall hat es sehr viel Spaß gemacht und das Lernen fiel einem auch leichter und es entspannte die Atmosphäre.

    (Vielen Dank auch für die Tipps, da ich immer noch nach einem System suche, wie man vor allem schneller arbeiten und schreiben kann. Ich werde einige Hilfestellungen zu Herzen nehmen und umsetzen und hoffe das es dann flott vorangeht.)

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  4. In Buchführung wollte uns der Prof erklären, was eine „Außerplanmäßige Abschreibung“ ist.
    Dann erzählte er uns, dass er als junger Mann in einer Kommune gelebt habe und dort beim Rasenmähen versehentlich den Hühnerstall abgerissen hat. Das sei eine Außerplanmäßige Abschreibung.
    Der ganze Saal hat gelacht.

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  5. Wirklich ein toller Beitrag vielen Dank :)

    Dass in der Physik viel hergeleitet wird war mir zwar klar, aber manchmal bringt unser Physik -Dozent ins echt zum verzweifeln.
    Er schreibt generell immer viel an die Tafel und jeder muss immer zusehen , dass er überhaupt hinterher kommt. Dabei geht natürlich das zuhören ein wenig verloren.
    Einmal schrieb unser Dozent mal wieder eine extrem lange Rechnung an. Als er sich rumdrehte und anfing mit uns zu sprechen hatte ich auch schon 2 Seiten mit einer! Rechnung beschrieben.
    Aber dann sagte er allen ernstes:
    „So das war nur die Herleitung. Sie brauchen eigentlich nur die Zeile die ich jetzt anschreibe, da die Herleitungen für die nicht relevant sind.“
    Die letze Zeile bestand aus 3 Buchstaben und man konnte unserm Dozenten so richtig ansehen, wie er sich gefreut hat, dass wir alle mitgeschrieben haben.
    Die Vorlesung beendete er dann mit den Worten: „Lange Rechnung; kurzer Sinn! “

    Grüße :)

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  6. Der beste Prof den ich bisher erlebt habe hat sich einen Spaß daraus gemacht rund 250 Studenten gleichzeitig zu schocken- und das noch in der ersten Vorlesung. Da es eine typische Erstsemester Vorlesung war, waren alle brav und motiviert in dieser Mathe Vorlesung- allerdings war die Motivation nach knapp 10 Minuten blankem Entsetzen gewichen. Der Prof hatte einfach statt dem Stoff für das erste Semester die Vorlesung aus dem 3. Semester gehalten und alle 5 Minuten erwähnt, dass jeder, der das noch nicht kann jetzt lieber sofort verschwinden sollte. Einige haben das aus lauter Entsetzen gemacht, wirklich keiner hat auch nur ein Wort verstanden.
    Der krönende Abschluss war dann aber die letzte Folie- auf diese hatte er geschrieben: „Und was davon ist Klausurrelevant? -Nichts!“. Daraufhin hat er den anwesenden Studenten (inzwischen wesentlich weniger als noch zu Beginn) seinen Spaß erklärt, er selber hat wohl am meisten darüber gelacht. Als kleine Entschädigung hat er dann tatsächlich noch Süßigkeiten an den Ausgängen verteilen lassen- Sehr süß von ihm :D

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  7. Ich bereite mich gerade aufs Examen vor und muss jeden Tag in der bib sitzen und ganz viel schreiben. Freu mich immer so wenn ich einen neuen Stift habe :)

    Meine Anekdote hat witzigerweise sogar etwas mit stiften zu tun: ich spiele meistens während des Seminars an meinem Kulli rum und einmal habe ich dabei leider einmal am Hinterteil zuviel eingespielt sodass es bis nach vorne zum Prof an den arm geschnippt ist. Das wäre noch gar nicht so peinlich gewesen hätten meine Freundin und ich nicht noch einen super Lachflash bekommen :D

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  8. In einer sehr öden und dennoch inhaltsverstopften Vorlesung zum Thema Statistik, fingen die beiden Dozenten plötzlich an eine Gitarre und eine Melone zu zücken. Er sorgte für die musikalische Untermalung, sie tanzte dazu. Passend zum Thema hieß das Lied „the model i love“ frei nach Gurdeep Stephens and Michael Greenacre. Wir konnten vor lachen kaum an uns halten und diese Vorlesung wird wohl keiner vergessen :D

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  9. Ein schöner Artikel mit tollen Tipps! Leider geht es mir ebenso wie dir, mein Studium ist fast vorbei, jedenfalls soweit, dass ich in den nächsten beiden Semstern keine Klausuren mehr schreiben werde.. Und genau jetzt habe ich langsam das Gefühl verstanden zu haben wie das mit der Vorbereitung läuft. Hoffentlich kann ich das Gelernte aber in meinem zukünftigen Alltag anwenden (:

    Eine kleine Geschichte habe ich auch noch für dich.. Im aktuellen Semester habe ich eine Klausur geschrieben, das Fach lag in einem anderen Studienschwerpunkt und somit kannte ich die Dozenten vorher nicht. Ich habe mir dann auch keine Mühe gemacht mir den Namen meiner Dozentin zu merken, ihr Name erschien mir ohnehin zu kompliziert. Da ich sie nach dem Semester nie wieder sehen würde habe ich mir den Namen also nicht gemerkt. Als ich dann in der Klausur saß und das Titelblatt sah wäre ich am liebsten in lautes Gelächter verfallen. Damit meine Zusatzleistung, die ich im Seminar erbracht habe zur Note gezählt werden konnte, sollte ich den Namen meiner Dozentin angeben.. Ich habe dann nach längerem hin und her überlegen „Name entfallen. Seminar Tierpsychologie Dienstags 8:00 Uhr“ hingeschrieben.. Mir war es so unangenehm, aber hey – der Name der Dozentin war ja auch super kompliziert, oder? Oder!? Ähm ja, nachdem ich mal nachgeschaut habe stellte sich heraus, dass nur ihr Vorname sehr individuell war, ihr Nachname? Schmidt! Wie peinlich! Ich frage mich, was sich der Korrigierende dachte, als er das gelesen hat. Aber meine Prüfungsleistung aus dem Seminar konnte dank meiner Angabe immerhin zugeordnet werden (:

    Liebe Grüße, Denise

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  10. Vielen Dank für den super Beitrag! Da werde ich mir definitiv ein paar Tipps für die nächsten Klausurenphase merken. :)

    Ich musste erst ein bisschen nachdenken, ehe mir eine witzige Geschichte eingefallen ist, dabei war die Erfahrung so prägend.

    Also, letztes Semester hatte ich ein Vorlesung auf Englisch, in der es um die IT-Struktur eines Unternehmen ging. Insgesamt waren wir in diesem Kurs zu sechst (2 Austauschstudenten aus Kenia, meine drei Kommilitonen und ich). Da unser Dozent sehr verbunden mit Afrika ist und sich dort viel engagiert, konnte er einige Gastdozenten organisieren, die uns ein bisschen was aus der realen Welt erzählt haben. Der eine Dozent kann aus Kenia. Dazu sollte man sagen, dass in Kenia wohl ein anderer Unterrichtsstil herrscht, das heißt, dass die Lehrer und Dozenten sehr von oben herab unterrichten und die Studenten quasi unter ihm stehen. Nun saßen meine drei Kommilitonen und ich in der ersten Reihe, die Austauschstudenten hinter uns. Und ich muss sagen, es war die komischstes Vorlesung überhaupt. Nicht nur, dass der Dozent halt sehr von oben herab mit uns sprach, nein, er hat zum Teil richtig geschrien. Wir saßen da echt in der ersten Reihe, wurden angeschrien und wussten gar nicht, wie wir uns verhalten sollten. Ich schwankte ein bisschen zwischen „Oh Gott, bloß nicht atmen“ und „ich muss gleich richtig lachen“. Die Situation war einfach so kurios. Zum Teil habe ich mir auch eingebildet, dass mein Kommilitone neben mir so gezuckt hat, als ob er lachen müsste und ich habe mich dann gedanklich so da reingesteigert, dass er neben mir ein Lachen unterdrücken muss und dabei gleichzeitig angeschrien zu werden, dass es mir echt schwer fiel, ernst zu bleiben.
    Trotzdessen war die Erfahrung echt interessant und ich erzähle die Geschichte echt immer wieder gerne.

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  11. Prof. in der 2. mündlichen Prüfung (da der, Student beim ersten mal durchgefallen ist) zum Studenten: „Bitte malen sie doch mal einen Zug an die Tafel!“ Der Student fragt sich, was das soll, aber tut ohne nachzufragen wie ihm geheißen und dreht sich, nachdem er damit fertig ist, fragend zum Professor um. Daraufhin sagt der Prof.:“Das ist aber ein schöner Zug.“ Der Sudent:“Ja, danke.“ Der Prof.: „Ich hätte mir aber nicht soviel Mühe gegeben“ (Fragende Blicke vom Studenten) „Ja wissen sie, dieser Zug ist grad abgefahren, und wissen sie für wen?? Nein?! Für sie!“ Daraufhin steht der Prof auf und öffnet dem Studenten die Türe nach draußen.

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  12. Ich schreibe bei jeder Vorlesung mit! Manchmal gibt es Fächer, bei denen man nicht mitschreiben kann,weil das Seminar nur aus Diskussionen zu Theorien besteht. Dann male ich bunte Bilder.
    In der Prüfungszeit gibt es in meinen Heftern auf einzelnen Seiten immer wieder diese bunten Bilder, die mich ermutigen weiter zu machen und zu lernen. Ich motiviere mich selber dank bunter Stifte.

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  13. Da ich kurz vor meinen Abiprüfungen stehe ist es mir leider nicht möglich Anekdoten aus einem (noch) nicht vorhandenen Studentenleben zu teilen. Allerdings habe ich mir die Tipps sehr zu Herzen genommen und werde sie anwenden, falls ich in Zukunft studieren werde.
    In der Hoffnung Anekdoten aus dem Schulleben gelten auch, möchte ich dir diese mitteilen:
    Wir haben einen sehr kreativen Biolehrer. Kreativ im Sinne von Erklärungen. Für diese müssen sogar mal Polilux, Kreide oder selbst wir Schüler herhalten um zum Beispiel die DNA des Körpers zu erklären. Das ist immer wieder eine amüsante Angelegenheit. Aber nicht nur diese Erklärungen, sondern auch seine Kommentare lassen einen gerne mal Schmunzeln.
    Eine Mitschülerin schrieb einige dieser mit und in Vorbereitung auf unseren letzten Schultag schickte sie mir diese. Bei einem musste ich besonders Schmunzeln. Leider fällt es mir schwer mich an den Zusammenhang zu erinnern, aber vielleicht finde es trotzdem nicht nur ich witzig.
    “ Wenn Sie das nächste mal ein Brötchen essen, denken Sie an die armen kleinen Gerstenembryos. Die gehören nicht zum Embryonen-Schutzgesetz.“ Oder „So tauschten die Bakterien Erbinformationen aus. Also das ist dann eine frühe Form von Geschlechtsverkehr.“

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  14. Hallo Kato,

    der Blogpost war nicht nur informativ, sondern auch klasse aufgebaut. Gerade die Grafiken haben mir gut gefallen :) Im Moment habe ich einen Professor, der alles „cool“ oder gar „mega cool“ findet, dass seine eigentlich eher langweilige Vorlesung dadurch doch sehr unterhaltsam wird.

    Liebe Grüße,
    Fraenzi

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  15. Hallo,
    vielen Dank für deine wunderbaren Tipps zum Mitschreiben. Damit wird es mir hoffentlich leichter fallen ;)

    Ich hatte dieses Semester einen sehr merkwürdigen Assistenten, der die Übungen zur Vorlesung betreut hat. Zum einen war seine Handschrift fürchterlich und kaum lesbar, aber seine Kommentare waren die besten. Wir haben auch viele ausländische Studierende in dem Kurs gehabt, die häufig nachgefragt haben was er schreibt. Seine Antwort war, dass sei doch besser als chinesische Schriftzeichen. Zudem stellte er häufig Fragen, auf die er selber keine Antworten wusste, so nach dem Motto warum sollte er sich die Mühe machen, das nachzuschlagen. Als Dank für diesen klasse Unterricht gab es noch eine schwierige Klausur.

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